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eMobility erleben - 4. Erste Erfahrungen

Hier wird in loser Folge über das Abenteuer vom "Einstieg in die Elektromobilität" berichtet.

18.05.2018

Damit konnte das Abenteuer Elektromobilität nun endlich auf der Straße erlebt werden. Gerade bei den ersten Kilometer lag die Konzentration auf dem veränderten Fahrerlebnis. Ohne Radio oder sonstige Zusatzgeräusche und konzentriert auf das Fahrverhalten, sowie die hohe Beschleunigung stellte sich ein neues Fahrgefühl ein. Die Beobachtung der Instrumente gibt unmittelbaren Rückschluss auf Energieverbrauch, Energieerzeugung (Rekuperation), Akku-Ladezustand und restliche Reichweite.

Tacho smart nach 10 km

Das Thema Reichweite war überhaupt das bestimmende Element der nächsten Monate. Der Wechsel zwischen normalem Fahrmodus und Eco-Betrieb verändert die Reichweitenangabe um ca. 20 km. Dafür reduziert sich die Motorleistung, die max. Endgeschwindigkeit und das Auto wird über die Rekuperation abgebremst, sobald der Fuß vom Gaspedal genommen wird. Da meine üblichen Strecken im Berliner Stadtverkehr für Hin- und Rückweg unter 80 km liegen, nutze ich den Eco-Betrieb nur, wenn die verfügbare Reichweite wirklich knapp wird.

reduzierte Startreichweite

Zu Beginn einer Fahrt mit voller Batterie wurden im November bei Temperaturen von 7-10 °C Reichweiten von ca. 100 km angezeigt. Im Dezember waren es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch ca. 75 km.

Mangels Erfahrungen beim Energieverbrauch wurde die Heizung auch mal abgeschaltet. Das Ausschalten der Heizung erhöht die prognostizierte Reichweite um ca. 20 km. Die Heizung bleibt in meinem Normalbetrieb aktiv, da die 75 bis 80 km Reichweite für meine Fahrten ausreichend sind. In der kalten Jahreszeit gab es ein anderes Phänomen. Die zum Start angezeigte Reichweite erhöht sich nach ungefähr 5 Minuten Fahrzeit. Diese Beobachtung ist regelmäßig nachvollziehbar. Vielleicht liegt das an der Erwärmung der Batterie durch die Nutzung und dem dadurch günstigeren Temperaturbereich.

Die bisher eher selten genutzte Standheizung sorgt für ein warmes Auto zum Start und reduziert so den Heizungs-Stromverbrauch während der Fahrt. Damit der Stromverbrauch der Standheizung nicht zu Lasten der Reichweite geht, kann diese nur mit angeschlossenem Ladekabel aktiviert werden. Durch Programmierung der gewünschten Abfahrtzeit wird die Standheizung rechtzeitig aktiviert, so dass es die Fahrt bereits mit einem geheizten Auto beginnen kann. Über die smart-App kann die Standheizung aber auch direkt vom Frühstückstisch aus aktiviert werden.

reduzierte Batterieleistung

In Abhängigkeit der Temperatur wird auch die direkt nutzbare Batterieleistung reduziert. Die Anzeige für Ladestand der Batterie und den momentanen Energieverbrauch hat dazu im Außenkreis zusätzliche LED angeordnet. Bei 100% Leistungsverfügbarkeit leuchten alle LEDs. Ende November fiel mir das erstmals auf (wer liest schon gern die Bedienungsanleitung). Die ersten drei LEDs blieben dunkel und wurden nacheinander innerhalb von 5 Minuten Fahrzeit wieder aktiviert. Die Batterie erwärmt sich während der Fahrt, so dass die Leistungsreduzierung wieder deaktiviert wird.

 

Teil 3 - Ist der Kunde König?